Pleißemühlgraben   Drucken  E-mail 

Verrohrung um 1950 (Harkortstraße) 
Anklicken zum Vergrößern (Download ca.15 kB)
Verrohrung um 1950 (Harkortstraße)
- Vergrößern -
Bereits Anfang der 50iger Jahre wurde der Pleißemühlgraben im Stadtgebiet verrohrt und unter die Erde gelegt, weil der Mühlgraben durch industrielle und kommunale Abwässer und durch Schaumkronen und Gestank geprägt war. Auch ökologisch wurde er nachhaltig geschädigt. So verschwand der Flusslauf über 50 Jahre aus dem Stadtbild.

Der Pleißemühlgraben hat von der Ausbindung am Schlauchwehr Connewitz bis zur Mündung in die Parthe eine Gesamtlänge von 3.737 m. Davon wurden 2.893 m überwölbt und 584 m zwischen dem Naturkundemuseum und der Parthemündung verfüllt.

Mit der Wende gab es die Chance für Leipzig, diese wasserwirtschaftliche, stadtökologische und stadtplanerische Fehlentwicklung umzukehren.

Bürgerinitiativen, Stadtplaner, Umweltschützer und nicht zuletzt die Politiker machten und machen sich stark für ein „Leipzig am Fluss“ und der damit zusammenhängenden Offenlegung. Mit jedem fertiggestellten Teilstück kommt man der Entwicklung des geplanten Gewässerverbundes in der Region näher.

Die ersten fünf Bauabschnitte des 2.500 m langen Pleißemühlgrabens sind inzwischen realisiert und mit einer Gesamtlänge von 788 m bereits geöffnet worden. Das betrifft die Bauabschnitte:

BA 1 Braustraße 233 m / 1997-1998
BA 2
BA 3
Rudolphstraße bis Gottschedstraße 400 m / 1997-1999
BA 4 Fritz-von-Harck-Anlage 100 m / 2000
BA 5 Harkortstraße / Bundesverwaltungsgericht 140 m / 2002     

Vergleich gegenwärtiger und geplanter Verlauf 
Anklicken zum Vergrößern (Download ca.160 kB)
Vergleich gegenwärtiger und geplanter Verlauf
- Vergrößern -
Bis August 2005 wird der Bauabschnitt 8 (137,5 m) zwischen Paul-Gruner-Straße und Wundtstraße freigelegt sein. Erstmals wird sich die Freilegung nicht am historischen Verlauf orientieren. Der Fluss wird vielmehr harmonisch in das Umfeld –ein Wohngebiet- integriert. Es entstehen eine kleine Auelandschaft sowie ein Wasserspielplatz. An der Planung beteiligen sich neben den Architekten auch Anwohner, Studenten und Vereine.

Ein weiterer Öffnungsabschnitt (Bauabschnitt 6 / 82 m) ist in Vorbereitung und wird zwischen der Riemannstraße und der Beethovenstraße bis Ende 2006 realisiert sein. Die Kosten der Offenlegung tragen zu je einem Drittel Investoren oder Sponsoren, der Freistaat Sachsen sowie die Stadt Leipzig.

Café Paul 
Anklicken zum Vergrößern (Download ca.77 kB)
Café Paul
- Vergrößern -
Bei den offen gelegten Teilabschnitten kehrte nunmehr auch die Verzahnung zwischen Stadt und Wasserlauf zurück, so dass die urbane Struktur auch ihren einstigen Charme von „Kleinvenedig“ zurück erhielt. Die Öffnung des Pleißemühlgrabens und die Verbindung der Seenlandschaft mit dem innerstädtischen Fließgewässer führt zu völlig neuen Impulsen der Stadtentwicklung und zur weiteren Aufwertung der betreffenden Gebiete.

 

18.05.2005
Baufortschritt Pleißemühlgraben

Im Bauabschnitt 8 (zwischen Wundtstraße und Paul-Gruner-Str.) wurden die Erdarbeiten abgeschlossen und die Gewässersohle zwischenzeitlich mit Beton gesichert.

Gewässersohle im Bauabschnitt 8 
Anklicken zum Vergrößern (Download ca.69 kB)
Gewässersohle im Bauabschnitt 8
- Vergrößern -
Nach Fertigstellung der Ufermauern wird die Betonsohle mit einer ca. 40 cm dicken Kiesschicht überdeckt. Für die Uferwände wurden bereits die Anschlussarmierungen einbetoniert. Zur Zeit werden die Brückenwiderlager für die Fußgängerbrücke errichtet. Die Baumaßnahme wird planmäßig fortgeführt.

Baufortschritt Pleißemühlgraben 
Anklicken zum Vergrößern (Download ca.64 kB)
Baufortschritt Pleißemühlgraben
- Vergrößern -
Durch das Amt für Umweltschutz ist die Vergabe der Gestaltung der Freiflächen über ein beschränktes Ausschreibungsverfahren in Vorbereitung.

Die Fertigstellung des Bauabschnittes 8 wird voraussichtlich im Oktober 2005 mit einer feierlichen Übergabe erfolgen.




Partner
Getränke Staude
Bürger für Leipzig
Grüner Ring Leipzig
Wasser-Stadt-Leipzig
Neue Ufer e.V.
Stadt Leipzig