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Leipzig liegt in einer fruchtbaren, braunkohlereichen und ebenen Tieflandsbucht. Die Region und ihre Umgebung ist durch eine Vielzahl von Gewässern und deren flussbegleitenden Auen geprägt.
Entlang der Flüsse: Weiße Elster, Pleiße und Parthe lagen einst ausgedehnte Auen, Wiesen und zahlreiche Waldgebiete. Durch die zunehmende Industriealisierung der vergangenen Jahrhunderte wurde die Landschaft nachhaltig verändert. So stand die Region Leipzig mehr als ein Jahrhundert im Zeichen der Braunkohleindustrie. Braunkohletagebaue, Kraftwerke, Brikett- und Veredlungsfabriken sowie Schwelereien veränderten das Landschaftsbild.
Durch die großflächige Devastierung entstanden „Mondlandschaften“ und Flüsse wurden verlegt.
Auf Grund des Einleitens ungeklärten Abwassers (insbesondere der Karbochemie) wurden die Fließgewässer ökologisch geschädigt. Durch ihre dunkle Färbung, ihrer Schaumbildung sowie durch die Geruchsbelästigungen entschloss man sich, Mitte der 50er und 60er Jahre Pleißemühl- und Elstermühlgraben unter die Erde zu legen und zu verrohren.
Mit der Veränderung der politischen Situation hat sich seit 1990 auch die Wasserqualität unserer Gewässer wesentlich verbessert. Heute leben in ihnen wieder Hechte, Schleien, Zander, Aale und weitere Arten.
Die vielfach überbauten Gewässerabschnitte wurden und werden wieder freigelegt und entschlämmt. Leipzig erhält den Charme das einstigen „Pleißathen“ zurück. Als Synonym steht es für die lebendigen Wasseradern innerhalb der Stadt.
Durch die Offenlegung der Pleiße- und Elstermühlgräben sowie durch die Maßnahmen des Gewässerverbundes entstehen städtebauliche und ökologische Synergien, die sich positiv auf den Wohn- und Erholungswert der Metropole auswirken.
Die im Stadtgebiet von Leipzig eingebetteten Gewässer stellen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit ein Potential dar, das die Attraktivität in Bezug auf die Lebensqualität der Stadt Leipzig maßgeblich erhöht. Die Verzahnung des Stadtgebietes mit dem Umland durch das Wasser schafft völlig neue Reize. Neben der Offenlegung der Mühlgräben von Pleiße und Elster ist die Ertüchtigungen des Floßgrabens und die Anbindung des Cospudener Sees an die Fließgewässer ein Schlüsselprojekt im geplanten Gewässerverbund der Region Leipzig.
Die Anbindung des Cospudener Sees über den Floßgraben ist ein Schlüsselprojekt und wird die wassertouristischen Möglichkeiten der Stadt Leipzig wesentlich verbessern. Die Verbindung des Karl-Heine-Kanals mit dem Hafenbecken in Leipzig-Lindenau und der Durchstich zum Elster-Saale-Kanal wird Leipzig zukünftig an das europäische Wasserstraßennetz anbinden. |