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Die Leipziger Tieflandsbucht wurde im Tertiär (der ältere Teil der Erdneuzeit) vor ca. 2,5 bis 60 Mio. Jahren gebildet.Durch den sequenziellen Wechsel der Warm- und Eiszeiten wurde auch der Verlauf der Flüsse in der Region geprägt. Nachdem der letzte Eisvorstoß beendet und sich das Inlandeis komplett zurückgezogen hat, schnitten sich die Hauptflüsse des Gewässerknotens Leipzig (Pleiße, Elster,Parthe) in das eiszeitliche Geschiebe ein.
Änderten mehrfach ihre Gewässerbetten und lagerten dadurch fruchtbare Substrate ab. Die Veränderungen, die sich durch die Dynamik der Flüsse auf ihre Flussläufe auswirkten schafften eine Auenlandschaft. Diese spielte für die Ansiedlung der Menschen eine wesentliche Rolle. Fruchtbare Äcker, Vieh-,Land- und Teichwirtschaft waren gute Gründe, sich in der von Flüssen durchzogenen Niederung anzusiedeln.
Die Kraft des Wassers wurde bereits im Mittelalter genutzt, um Brenn- und Scheitholz über künstliche Kanäle aus den südlich gelegenen bewaldeten Gebieten bis in das Stadtgebiet zu flößen. Der Floßgraben und der Floßplatz erinnern noch heute an die Form des Holztransportes, der beachtliche Mengen des Bau- und Heizstoffes ab dem 15. Jahrhundert in die Stadt Leipzig brachte.
Auch Mühlen wurden durch die Kraft des Wassers angetrieben. Dadurch entstanden bereits vor über 500 Jahren eine ganze Reihe von Mühlgräben, die unter anderem das Wasser zur:
- Nonnenmühle,
- Thomasmühle,
- Barfußmühle,
- Angermühle,
- Döhlitzer Mühle
- Gohliser Mühle
und weiteren leiteten. Dabei wurde nicht nur Getreide gemahlen. Auch Säge-, Papier-,Schleif-, Polier- und Pulvermühlen wurden durch die Gräben mit dem erforderlichen Wasser beaufschlagt. Die Kreuzung der alten kontinentalen Handelswege. Es waren die Via regia (von Paris zum Ural) und Via imperii (von Norwegen nach Rom) sowie die Nutzung der Wasserkraft stellten gute Voraussetzungen für die einzelnen Zünfte der aufstrebenden Handelsstadt Leipzig dar, so dass sich die Stadt Leipzig schnell entwickelte. Bereits im Jahr 1507 war Leipzig der größte Deutsche Handelsplatz bezüglich des Güteraustausches zwischen Ost- und Westeuropa.
Leipzig wird auch heute durch Fließgewässer geprägt, so dass der Begriff „Gewässerknoten“ oder aber auch „Klein-Venedig“ mit insgesamt 211 km Fließgewässerstrecke seine Berechtigung hat. Die Flüsse: Weiße Elster, Pleiße und Parthe und weitere Fließgewässer wie: Kleine Luppe, Neue Luppe, Nahle, Mühlpleiße, Elstermühl- und Pleißemühlgraben prägen das netzartig verzeigte Gewässersystem inmitten des Stadtgebietes.
Neben den Fließgewässern hat Leipzig insgesamt 123 Teichanlagen mit 85 ha Wasserfläche und besitzt insgesamt 284 Brücken.
Allein die Fließgewässer II. Ordnung haben eine Gesamtlänge von 178.240 m.
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